Naturheilpraxis Johanna Pfüller - Übersicht über die Therapie

Was sind die Wirkungsmechanismen der Mikroimmuntherapie?

Die Botenstoffe des Immunsystems sind sogenannte Zytokine. Diese sind spezialisierte Proteine, welche für die Kommunikation zwischen den Störfaktoren des Immunsystems (Erreger, Fremdstoffe etc.) und den Immunzellen verantwortlich sind und für die entsprechende Auslösung der Abwehr-Kaskade sorgen. Die Aktivierung dieser Stoffe geschieht normalerweise nur nach einer entsprechenden Aktivierung der Abwehrzellen.
Die wichtigsten der bisher bekannten Zytokine sind die Interleukine, Interferone, die Wachstumsfaktoren und die Tumornekrosefaktoren.

Die in der Mikroimmuntherapie eingesetzten Substanzen werden nur in hochverdünnter Form verwendet. Nach der europäischen Gesetzgebung ist die Unschädlichkeit von Origingalubstanzen in Verdünnungen von mehr als 1/10.000 gewährleistet. Da die Substanzen des Immunsystems auch im Körper lediglich in höchsten Verdünnungsstufen vorkommen, kommt die Dosierung dem körpereignen Geschehen sehr nahe und führt damit nicht zur Blockierung wie bei den selektiven Antagonisten der klassischen Immuntherapie, sondern zur Regulierung der Abläufe. Resultierend daraus ist auch der Fakt der besonders guten Verträglichkeit ohne bekannte Nebenwirkungen.

Bei der Mikroimmuntherapie werden des Weiteren die Verdünnungsstufen von Arndt-Schultz berücksichtigt. Dieses Prinzip wird auch in der klassischen Pharmakologie angewandt.
Dabei wird zur Stimulation der Wirkung eines Zytokins eine niedrige Verdünnung verwendet, zur Modulation verwendet man eine mittlere Verdünnung und zur Hemmung der Wirkung ist eine hohe Verdünnung erforderlich.
Aufgrund dieser Berücksichtigung kann man gezielt auf die Aktivität der verwendeten Stoffe therapeutischen Einfluss nehmen und es als zentrales Prinzip zur Wiederherstellung der Funktion des Immunsystems betrachten. Ebenso ist es dadurch möglich, dass sich die Therapie sowohl gegen die Symptome als auch gegen die Ursachen der Erkrankung richten kann.

Auch der Tatsache, dass die Immunantwort mit der entsprechenden Zytokinkaskade in einer bestimmten zeitlichen Abfolge stattfindet wird in der Mikroimmuntherapie Rechnung getragen. So wird die Dosierung der Stoffe diesen natürlichen zeitlichen Abläufen angepasst. Dieses Prinzip wird als sequentielle Informationsübermittlung bezeichnet