Restaurant Blog Überlingen - Blog von Heilpraktikerin Johanna Pfüller

Restaurant-Blog

29. November 2017

Bongoroots, Tübingen: veganes Imbisslokal mit Charme

Adresse: Eugenstr. 34, 72072 Tübingen
Telefon: 07071 977324
Mail: info@bongoroots.de
Website: www.bongoroots.de
Facebook: https://www.facebook.com/Bongoroots-165040940201025/

Öffnungszeiten: Mo – Fr 11.30 – 15.00 Uhr und Fr 18.30 – 21.00 Uhr, Sa + So geschlossen
Besitzer: Harold Awortwie-Grant
Besteht seit: 11 Jahren

Kurzbeschreibung: Afrikanisch-Jamaikanischer veganer Imbiss mit täglich wechselndem Mittagstisch, Drei-Gänge-Menü am Freitag Abend und Catering-Angebot auf Anfrage.

Veganer Mittagstisch in der Tübinger Südstadt

Das “Bongoroots” ist ein charmantes, kleines Imbisslokal in der Tübinger Südstadt zwischen dem Volkspark und dem Sternplatz, direkt neben der Eberhardskirche gelegen. Vom Hauptbahnhof sind es etwa 10 Gehminuten zum Lokal.
Das Lokal zeichnet sich durch seine ausschließlich pflanzliche, also vegane, und größtenteils auch glutenfreie Küche aus.
Jeden Tag gibt es einen reichhaltigen Mittagstisch, zu dem zwei verschiedene Eintöpfe, sowie eine Beilage wie Reis, Couscous oder Hirse serviert werden. Dazu gibt es meist noch eine gebackene Kochbanane und/oder frittierte Kroketten oder auch mal Maniokbällchen. Alles serviert zu lässiger Reggae-Musik im Hintergrund. Wenn man auf glutenfreies Essen angewiesen ist und der Mittagstisch z.B. Weizen-Couscous beinhaltet, wird für den betreffenden Gast im Handumdrehen noch eine extra Portion Reis gekocht.
Auch jede andere Unverträglichkeit oder Allergie kann man jederzeit ansprechen und nach den genauen Zutaten der Mahlzeiten fragen, denn jedes Essen wird vom Inhaber Harold Awortwie-Grant täglich selbst frisch gekocht.

Zukunft der afrikanischen Küche

Harold, von seinen Freunden auch liebevoll “Bongo” genannt, wurde in Ghana geboren, wuchs allerdings in London auf und zog später wieder nach Ghana zurück. Sein Lokal in Überlingen, wohin er seiner Frau folgte, besteht mittlerweile seit 11 Jahren und seine reichhaltigen und köstlichen Kreationen begeistern täglich etliche Besucher.
Durch die jamaikanischen Wurzeln seines Urgroßvaters ist die Küche eine gelungene Mischung aus afrikanischen und jamaikanischen Einflüssen. Allerdings bezeichnet Harold seine Gerichte nicht als “typisch afrikanisch”. Viel mehr bezeichnet er sie als “die Zukunft der afrikanischen Küche”. Er legt großen Wert auf mit vielen Gewürzen gut abgeschmecktes und mit einer Vielzahl an Gemüsesorten bewusst zusammengestelltes Essen. Fleisch und Fisch brauche es dafür nicht. “Back to the roots”, das ist sein Anliegen an diese und die kommende Generation in Sachen Kochen und zwar im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinne. Seine Meinung zum aktuellen Essenstrend: “Das ganze industrielle Essen ist nichts für uns Menschen, das macht uns auf die Dauer nur krank.”

Jeder Mittagstisch bringt neue Überraschungen

Aber auch das vegane Kochen praktiziert Harold aus Überzeugung. Der Nachhaltigkeit wegen und für die Gesundheit. Denn der Besitzer und Koch des “Bongoroots” ist auch noch als Personal Trainer tätig. Besonders wichtig ist dem gebürtigen West-Afrikaner eine frische und saisonale Küche. “Echtes Essen ist das, was man mit den eigenen Händen schneidet und frisch kocht” – und das schmeckt man. Keine Spur von langweiligem oder totgekochtem Gemüseeintopf: jeder Mittagstisch bringt neue Überraschungen und überzeugt durch würzige und knackige Vielfalt.
Harolds Überzeugung scheint sich konsequent in die Realität umzusetzen: “Wenn man viel Liebe in die Zubereitung des Essens für die Menschen steckt, kommt diese Haltung auch in der Freund-lichkeit und Zufriedenheit der Kunden zurück.”
Die afro-jamaikanische Küche kommt sogar so gut an, dass das “Bongoroots” seit einiger Zeit nun auch Freitag abends geöffnet hat. Statt dem klassischen Mittagstisch gibt es dann eine großzügige Auswahl verschiedener Speisen in Form eines Drei-Gänge-Menüs mit Vorspeise, Hauptspeise und Dessert. Dieses “Friday-Night-Special-Menü” ist für 17,50 € pro Person erhältlich, der übliche Mittagstisch kostet 7,50 €. Im Winter gibt es häufig auf Wunsch noch eine Suppe zur Vorspeise, im Sommer eher einen Salat, beides für je 2,50 €. Auch die Getränkepreise liegen in diesem Preissegment.

Aufgrund der großen Beliebtheit von Harolds Mittagstisch lohnt es sich definitiv bereits vor 14 Uhr zu kommen, da es sonst auch mal sein kann, dass das Essen schon alle ist. Wobei sich eigentlich immer noch eine allerletzte Portion aus den großen Töpfen zusammensuchen lässt. Hungrig muss hier also niemand gehen.

Jedes Essen ist auch zum Mitnehmen möglich, dabei kann man es sich bequem in den üblichen to-go-Behältnissen einpacken lassen, oder aber auch den eigenen Kochtopf mitbringen, um so unnötigen Abfall zu sparen.
Im Sommer laden Bänke vor der Türe zum Essen im Freien ein.

Ebenso sind im Lokal selbstgemachte Schokoladenkreationen erhältlich, die als “Bushman-Chocolate” in den verschiedensten Geschmacksrichtungen verkauft werden. 100 g kosten hier 3,90 €. Einige der Sorten sind auch vegan.

Köstlich und bezahlbar

Ein Besuch im “Bongoroots” ist also definitiv empfehlenswert. Neben der entspannten und lockeren Atmosphäre ist auch besonders angenehm, dass aus Überzeugung vegan gekocht wird, sodass man keine Bedenken haben muss, dass sich doch irgendetwas Tierisches ins Essen verirrt haben könnte.

Fazit: Köstlich und bezahlbar. Für Jeden mit Unverträglichkeiten, Allergien oder einer veganen Lebensweise aus Überzeugung sowie ebenso für jeden “Alles-Esser” definitiv einen Besuch wert!